„INITIATIVEN FÜR NACHHALTIGE BAUMWOLLE“ – ALLES NACHHALTIG?

Im August 2011 wurde die Kampagne „Initiativen für nachhaltige Baumwolle (INBW)“ ins Leben gerufen. Hinter der Kampagne stehen die Aid by Trade Foundation mit der Initiative Cotton Made in Africa (CmiA), TransFair e.V. mit Fairtrade-zertifizierter Baumwolle sowie die Beratungsagentur Future for Cotton für biologisch angebaute Baumwolle. Im Juli 2012 wurde die Kampagne im Rahmen der Ethical Fashion Show Berlin präsentiert und kontrovers diskutiert.  Sophia Opperskalski hat mit Alexandra Perschau von Future for Cotton über die Kampagne gesprochen.

 

Sophia Opperskalski (SO): Auf wessen Initiative haben sich die einzelnen Organisationen als „Initiativen für nachhaltige Baumwolle“ (INBW) zusammengeschlossen?

Alexandra Perschau (AP): An das BMZ wurde von verschiedener Seite der Bedarf herangetragen, das Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Baumwolle stärker in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Bei gemeinsamen Treffen mit Verantwortlichen der GIZ und den Initiativen wurde schnell klar, dass es sinnvoll ist, die verfügbaren Mittel nicht in individuelle Einzelmaßnahmen zu stecken, sondern mit vereinten Kräften das Anliegen voranzubringen. So haben sich Initiativen, die bereits in diesem Bereich aktiv sind und sich für nachhaltige Baumwolle einsetzen, als „Initiativen für nachhaltige Baumwolle (INBW)“ zusammengeschlossen. Durch den Zusammenschluss sollen Synergieeffekte erzielt werden und Kooperation rund um Produktion und Konsum nachhaltiger Baumwolle gefördert werden. Die Arbeit der INBW  wird finanziell vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)  unterstützt.

SO: Was bedeutet der Begriff „nachhaltig“ im Zusammenhang mit den INBW?

AP: Der Begriff „nachhaltig“ ist natürlich sehr allgemein und den Initiativen ist bewusst, dass sie sich damit sicherlich  angreifbarmachen. Wir wissen alle, dass weder Fairtrade noch CmiA noch bio schon wirklich rundum nachhaltig sind. Am Anfang wollten wir das Ganze übrigens eher kampagnenhaft „Change Your Cotton“ nennen.Was wir als nicht-Muttersprachler nicht wussten, „Change your cotton“ klingt für einen Native-Speaker wie „Hey du stinkst, zieh dich mal um.“ Das ging also nicht. Wir haben auch überlegt den Komparativ „nachhaltigere“ zu nutzen, weil wir uns eben bewusst sind, dass Nachhaltigkeit als Prozess zu verstehen ist. Aber das klingt natürlich sehr holprig. Deshalb haben wir uns für den Namen „Initiativen für nachhaltige Baumwolle“ entschieden. Das „für“ steht in diesem Zusammenhang auch für das Ziel. Der Plural „Initiativen“ soll ausdrücken, dass es sich um mehrere unterschiedliche Initiativen mit jeweils eigenen Ansätzen handelt, die sich aber für das gemeinsame Ziel nachhaltige Baumwolle einsetzen.

SO: Was konkret sind die Ziele der INBW?

AP: Das Anliegen der INBW ist, Aufmerksamkeit für die Wichtigkeit und Bedeutung nachhaltig produzierter Baumwolle – heute und in der Zukunft – zu schaffen und das Thema nachhaltige Baumwolle stärker in der Öffentlichkeit zu verankern.  Die Arbeit der INBW beruht im Moment im Wesentlichen auf zwei Säulen: Das eine ist, Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren. Das soll im Moment vor allem über den Informationsfilm Harry Cotton geschehen, der sich im Internet verbreiten und auf unterschiedlichen Veranstaltungen gezeigt werden soll. Die zweite Säule – und ich denke mal das mittelfristig stärkere Bein – ist die Kooperation mit der Industrie, um zu schauen, wie sich Unternehmen stärker engagieren können. Bei einem Workshop im Februar 2012 in Berlin haben bereits zahlreiche Unternehmen und Initiativen eine gemeinsame Vision sowie gemeinsame Prinzipien entwickelt. Die Vision der INBW ist, dass Baumwolle im Jahr 2025 „die nachhaltigste und deshalb begehrteste Faser“ ist und dass „kollektive Handlungen der Stakeholder in der Baumwollindustrie garantieren, dass die Faser einen positiven Effekt auf Menschen und die Umwelt entlang der gesamten Wertschöpfungskette hat.” Um diese Vision zu erreichen, haben sich die Beteiligten auf fünf Prinzipien geeinigt: (1) Den Wert von Ökosystemen umfassend zu erfassen und zu schützen. (2) Nachhaltige Lebensbedingungen für alle Produzenten zu schaffen. (3) Geschlossene Produktionskreisläufe als Norm zu etablieren. (4) Kooperation und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufzubauen. (5) Nachhaltigkeit als zentralen Werttreiber der Industrie zu etablieren.

Fairtrade-Baumwollpflueckerin bei Yelagiri, Indien

SO: Wie sollen diese Ziele konkret erreicht werden?

AP: Zunächst möchten wir Unternehmen, die sich bereits für nachhaltige Baumwolle einsetzen, die Möglichkeit bieten, sich auf unserer Webseite zu präsentieren und zu zeigen, wieso und wie sie sich für nachhaltige Baumwolle einsetzen. Darüber hinaus möchten wir gemeinsam Strategien entwickeln, wie die Baumwollbranche in Zukunft nachhaltiger werden kann und wie man die Prinzipien konkret in die Praxis umsetzen kann. Eine Idee ist, einen Runden Tisch ins Leben zu rufen und die bereits formulierten Ziele und Prinzipien in konkrete, messbare Indikatoren und Handlungsstrategien zu übersetzen.

SO: Wer kann sich bei den INBW beteiligen?

AP: Den INBW geht es darum, möglichst viele Unternehmen für ein langfristiges Engagement für nachhaltige Baumwolle zu gewinnen: Großunternehmen, die bereits nachhaltigere Baumwolle nutzen, genauso wie die zahlreichen kleinen Öko-Pionier-Unternehmen, deren Produkte bio- und fair-und GOTS-zertifiziert sind, aber vor allem geht es eben auch darum, Unternehmen, die im Moment noch überhaupt nichts oder wenig mit nachhaltiger Baumwolle zu tun haben, für das Thema nachhaltige Baumwolle zu sensibilisieren und zu begeistern. Die INBW werden sich zum Beispiel bei der Rite Conference in London, der ICAC-Konferenz in Interlaken, der MunichFabric-Start und beim Beyond-Fashion-Summit in Berlin präsentieren und haben zum Ziel, neue Unterstützer für nachhaltige Baumwolle zu gewinnen.

SO: Siehst Du eine Konkurrenz zwischen den einzelnen Initiativen?

AP: Ja und Nein. Zum einen ist es natürlich schon so, dass jede Initiative das Thema Nachhaltigkeit anders interpretiert, also andere Schwerpunkte und Prioritäten setzt und auch für die jeweils eigene Initiative wirbt. Teilweise haben sich Vertreter der unterschiedlichen Ansätze gegenseitig auch immer wieder kritisiert. Zum anderen haben die Initiativen aber auch viele zentrale gemeinsame Interessen: So ist allen wichtig die Lebensbedingungen möglichst vieler Bauern zu verbessern, also auf dem Feld wirklich etwas zu verändern. Auch möchten alle Initiativen Planungssicherheit: Keine der Initiativen möchte, dass einige Unternehmen im einen Jahr Biobaumwolle, im anderen Fairtrade-Baumwolle oder CmiA und im nächsten Jahr wieder konventionelle Baumwolle nutzen. Uns als INBW ist es sehr wichtig, dass wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern langfristig für das gemeinsame Ziel nachhaltige Baumwolle zusammenzuarbeiten und durch Synergieeffekte mehr zu erreichen.

SO: Aber besteht nicht die Gefahr, dass Konsumenten durch das gemeinsame Auftreten verwirrt werden, also die Unterschiede nicht mehr erkannt werden?

AP: Da kann man stunden-, tage-, wochenlang diskutieren, wie differenziert die Kommunikation mit dem Endverbraucher auszusehen hat. Im Allgemeinen stellt sich nach meiner Erfahrung für die meisten Konsumenten im Laden sowieso noch nicht die Frage,  ob sie jetzt zu CmiA oder fair oder bio greifen sollen. Meistens ist man doch schon froh,  wenn überhaupt mal irgendwo  eines der drei Label sieht. Dass man dann das nimmt und nicht das, wo „gar nichts“ dranhängt, darum geht es uns. Wenn die Auswahl irgendwann so groß ist, dass der Konsument überall die Wahl zwischen den unterschiedlich nachhaltigen Textilien hat, dann können wir gerne verstärkt die Unterschiede kommunizieren. Zudem kritisieren sich viele Initiativen im Markt  im Moment meiner Meinung nach gegenseitig eher zu viel als zu wenig.

CmiA-Pflückerinnen

SO: Und wie schätzt Du die Konkurrenzsituation auf dem Feld ein? Textile Exchange (TE) hat im neuen Farm and Fibre Report 2011 den Rückgang der weltweiten Produktion von Biobaumwolle um 35% unter anderem ja auch damit erklärt, dass die großen Initiativen für „nachhaltigere“ Baumwolle zu Biobaumwoll-Initiativen auf dem Feld in Konkurrenz stehen und Biobaumwollbauern abwerben.

AP: Ich habe natürlich von dem Bericht gehört, aber habe ihn selbst nicht gelesen, schließlich ist der Bericht leider nicht ganz billig. Ich weiß nicht, ob dort konkrete Fälle dargestellt werden, wo zum Beispiel ein Biobaumwollbauer von einer anderen Initiative abgeworben wurde. Ich kenne solche Fälle nicht und ich habe seit langem enge Kontakte in verschiedene Anbauländer.

SO: Teilweise haben die einzelnen Initiativen ja sehr unterschiedliche Ansätze, zum Beispiel beim Thema Gentechnik, beim Einsatz von synthetischen Pestiziden und auch bei der Beurteilung, was ein fairer Preis ist. So ist beispielsweise bei CmiA der Einsatz von synthetischen Pestiziden erlaubt und für CmiA wird der gleiche Preis wie für konventionelle Baumwolle gezahlt, egal ob dieser Marktpreis die lokalen Produktions- und Lebenshaltungskosten deckt oder nicht.

AP: Also bei den ersten Treffen haben wir vor Allem die gemeinsamen Interessen erörtert und nicht die Unterschiede diskutiert. Dafür gibt es meiner Meinung nach andere Gremien und Gelegenheiten. In Bezug auf die Nutzung von Pestiziden hat sich bei CmiA auch durch die Auseinandersetzung mit PAN Germany in der letzten Zeit schon manches verbessert. Und darum geht es ja. Die Beurteilung, was ein fairer Preis ist, ist ein schwieriges Thema. Gerade bei Gentechnik sind wir zum Glück auf einer Linie. Wir haben alle drei etwas gegen Gentechnik.

SO: Soweit ich weiß, hat CmiA im Gegensatz zu den anderen Initiativen nur ein zeitlich begrenztes Verbot für gentechnisch veränderte Baumwolle, das jetzt aber auslaufen soll?

AP: Diese Info ist nicht mehr richtig. Das Moratorium wird fortgeführt  bzw. der Einsatz von genverändertem Saatgut bleibt jetzt permanent für CmiA verboten. CmiA muss das entsprechend auf der Webseite noch aktualisieren.

SO: Alle drei Initiativen kümmern sich im Moment ja vor allem um die erste Stufe der textilen Wertschöpfungskette, den Anbau und die Vermarktung der Baumwolle. Um ein wirklich nachhaltiges Kleidungsstück zu produzieren, müssen natürlich Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingeführt werden. Unter den INBW-Prinzipien gibt es auch Aspekte zur Weiterverarbeitung. Hier gehen die Prinzipien ja weit über den bisherigen Umfang der einzelnen Initiativen hinaus. Ist denn geplant, dass sich die INBW vermehrt auch dem Thema Supply Chain widmen?

AP: Wir alle wissen, dass die Weiterverarbeitung für ein wirklich nachhaltiges Baumwollprodukt sehr wichtig ist. Deshalb haben wir diesen Punkt in die Prinzipien aufgenommen. Im Moment sehe ich persönlich aber nicht, dass sich die INBW explizit dem Thema Supply Chain widmen. Meiner Meinung nach sollten sich die INBW darauf konzentrieren, dass der Rohstoff Baumwolle möglichst gut und immer besser produziert wird. Die Weiterverarbeitung sollten wir immer im Blick haben, aber da gibt es andere Gremien und Experten, die sich explizit mit diesem Thema beschäftigen. Im Biobereich gibt es ja zum Glück schon den Global Organic Textile Standard (GOTS). Im Fairtrade-Bereich wurden Pilotprojekten zur Supply Chain durchgeführt. Da muss man schauen, wie sich das weiterentwickelt.

SO: Beim „Change Your Cotton“ Event im Rahmen der Ethical Fashion Show Berlin ist dem Keynote Speaker Martyn Bowen, General Manager von Puma Austria, ein kleiner Fauxpas passiert. Er meinte, CmiA sei bio, was ja nicht stimmt. Wie kann so etwas passieren?

AP: Ja, das war uns allen etwas unangenehm. Eigentlich war er sehr gut darüber informiert, was CmiA ist. Aber das zeigt auch, wie wichtig noch viel mehr Kommunikation ist und wie viel Aufklärungsbedarf noch da ist. Wir alle können noch dazulernen und viel voneinander und miteinander lernen.

SO: Das ist doch ein schönes Schlusswort. Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg auf dem gemeinsamen Weg in Richtung nachhaltige Baumwolle!

Weitere Informationen zum Thema

Der Bonner Exposure- und Dialogprogramm e.V. bietet vom 1. bis 10. Dezember 2012 eine so genannte Exposure-Reise nach Sambia an. Besonders eingeladen zur Teilnahme sind Vertreter aus den Bereichen der Aussenwirtschafts- und Entwicklungspolitik, der Textilindustrie, des Aussen- und Einzelhandels, Verbraucherorgansiationen aber auch Verantwortungsträger aus Kirchen und gemeinnützigen Organisationen. Das EDP-Programm kooperiert mit der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und der Cargill Zambia 2009 Ltd. cotton company. Vor Ort leben und arbeiten die TeilnehmerInnen drei Tage lang bei Baumwollbauern, die Baumwolle für Cotton Made in Africa anbauen. Im letzten Jahr hat Mark Starmanns vom NETZWEKR FAIRE MODE am EDP in Malawi teilgenommen, wo er bei CmiA Farmern lebte und sehr viele neue Einblicke enthielt. Er kann das Programm unter Anleitung von Jörg Hilgers und Ulrich Fechter-Escamilla wärmstens weiterempfehlen. Mark steht weiterhin im Kontakt mit Bauern in Malawi, die ihm über ihre aktuelle Lebenssituation informieren. In einem Brief schrieb neulich einer der Bauern:

This year, farming has gone through a lot of challenges. In short, there was eratic rain and also dry spell. I normally harvest 20 bags of maize every year as my staple food, each weighing 50kg. But this year the number bags has decreased from 20 to 7 bags only. Therefore I will face food shortage this year. Cotton as our cash crop, I have just harvested less than expected. Every year, I usually harvest 10 bags of cotton, each weighing 90-100 kg. But this year the number of bags has decreased from 10 to 5, each weighing 110 kg. This will add to my perpetual poverty because our currency „Kwacha“ has now been devalued up to 50%. With those problems I have explained sofar, I am very anxious on how I am going to support my children whether materially or financially.“

Mehr Informationen zum EDP Programm (1.-10.12.2012): Eindrücke vom EDP in Malawi zu CmiA

Fibre2Fashion (31.7.2012): BCI & CmiA partner to support sustainable African cotton

Grünemode.de (9.8.2012): Baumwoll-Grünwäscher schliessen Partnerschaft (BCI&CmiA)

Kölner Stadtanzeiger (30.7.2012): Fairtrade. Das Baumwoll-Dilemma


5 Kommentare on “„INITIATIVEN FÜR NACHHALTIGE BAUMWOLLE“ – ALLES NACHHALTIG?”

  1. Alf-Tobias sagt:

    Dazu passend hat sich auch Raphael Breyer (3freunde) in unserem Blog über „Die Zukunft der Baumwolle“ (http://www.designmob.de/2012/07/15/die-nachlese-zum-fashionbloggercafe-iv-die-zukunft-der-baumwolle/) gemacht und beleuchtet, was eigentlich unter „nachhaltiger Baumwolle“ verstanden wird.

  2. Lars sagt:

    Also meine Erfahrung im Laden ist, dass schon jetzt auch etwas aufgeklärtere Konsumenten durch Cotton made in Africa (CmiA) irritiert sind. Auch journalistisch wurde ich schon gefragt, ob es für uns ein Problem sei, dass die großen Konzerne mit CmiA jetzt ja quasi dasselbe wie wir für viel geringere Preise anbieten.

    Ich glaube es ist auch nicht gut möglich etwas heute als „Lösung“ oder zumindest „tollen Schritt in eine nachhaltigere Richtung“ anzupreisen und dann später nachzuschieben, dass diese Produkte eigentlich doch noch sehr wenig ökologisch sind und es etwas anderes sein muss.

    Dass der Begriff „nachhaltigere Baumwolle“ etwas holpriger als „nachhaltige Baumwolle“ klingt, ist für mich überhaupt keine Legitimation den Begriff „nachhaltige“ derart irreführend zu verwenden. Auch dass der Begriff schon zuvor vielfach missbraucht und verwässert wurde rechtfertigt diese Verwendung meiner Meinung nach nicht.

    Des Weiteren bin ich mir sicher, dass es zu einer Verdrängung von Bio-Baumwolle zugunsten von CmiA kommen wird, wenn wir es nicht schaffen die Unterschiede deutlich zu machen. Schon auf der letzten Fashion Week habe ich 2 Brands gefunden, die sich zumindest für den Ausbau ihrer Kollektion für CmiA entschieden und bei den bestehenden Produkten Bio-Baumwolle verwendet haben.

    Richtig abstoßend finde ich die unterschwellig marktliberale Positionierung von Cotton made in Africa. Ich glaube nicht an eine freiwillige Umstellung aller Konzerne auf ein ernsthaft nachhaltiges Wirtschaften. Wir brauchen Regulierungen der Märkte und auch der Marktpreise. Ein Akteur, der den freien Markt preist, kann nicht unser Verbündeter für eine nachhaltigere Zukunft sein.

    Im offiziellen Wortlaut von CmiA: „Cotton made in Africa handelt nach den Regeln des Marktes und verzichtet auf Subventionen und Eingriffe in die Systematik der Weltmarktpreise, die sich, wie bei nahezu jedem Rohstoff, nach Angebot und Nachfrage richten. „

  3. Fabio sagt:

    Danke für die ausführlichen, ehrlichen Zeilen.


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