„ORGANIC IS NOT A FASHION. IT IS A COMMITMENT.“

Neben den etablierten grossen Marken gibt es seit eh und je eine freie Modeszene, die bereits viele Blüten hervorgebracht hat. Unser Berliner Label der Woche slowmo, gegründet 2006 von den Geschwistern Felicia und Melchior Moss, ist eine davon.
(c) slowmo
Vorschau auf die Frühlings-/ Sommerkollektion 2012

Slowmo hat mit Blüten im eigentlichen Sinn wenig zu tun. Ihre Kollektionen zeichnen sich aus durch einen klaren Stil, hochwertige, angenehm zu tragende Materialien und sorgfältige Verarbeitung. Blumige Muster, die einem morgen schon nicht mehr gefallen, kann man bei slowmo lange suchen. Priorität haben unifarbige Stoffe in vielen kombinierbaren Farben, aus welchen Designerin Felicia Moss Lieblingsstücke für Mann und Frau mit aussergewöhnlicher und detailverliebten Schnittführung kreiert. Das Geheimnis guter Mode sei, sich zurückzuhalten und die Persönlichkeit des Trägers zu unterstreichen, betont die junge Designerin.

Slowmo setzt auf Entschleunigung, Beständigkeit und Nachhaltigkeit in einer schnelllebigen Welt, die mehrheitlich auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Die Kollektionen von slowmo tragen entsprechende, poetische Titel (Simplify 2012, Impuls 2011/2012, It makes a difference, Reflektion, Strandläufer), die als eine Anregung zum Innehalten zu verstehen sind – gerade in dem urbanen Umfeld, aus welchem die beiden slowmo-Gründer stammen. Bereits im Studium an der Berliner Modeschule Esmod gewann Felicia Moss mehrere Preise und gründete zusammen mit ihrem Bruder Melchior Moss ein Label, das ihre gemeinsame Einstellung zum Leben ausdrücken sollte. Sie wollten 100%-ig hinter dem stehen können, was sie tun.

(c) slowmo

Der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur bildet die Grundlage ihrer Unternehmensphilosophie. Dieser Ansatz ist für slowmo keine Modeerscheinung, es ist eine Verpflichtung. Slowmo-Produkte sind zu 100% kontrolliert-biologisch und fair gehandelt, frei von Kinderarbeit, Ausbeutung, Genmanipulation und Umweltverschmutzung. Die Biobaumwolle (kba) für ihre gesamte Kollektion wird in der Türkei von einem Familienbetrieb angebaut und weiterverarbeitet. Die Wollstoffe für feine Strickjacken und Hosen sind GOTS-zertifiziert und werden in Deutschland produziert. Genäht werden die Shirts, Röcke, Hosen und Jacken von slowmo in einer kleinen Werkstatt in Berlin-Schöneberg.

Die Kleidung zum Wohlfühlen gibt es nicht nur online und im eigenen slowmo-Shop in Berlin,  sondern auch in zahlreichen Konzept-Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Shopliste).

Unser Tipp: Wer bis Ende Januar unsere Umfrage ausfüllt, gewinnt mit etwas Glück einen Einkaufsgutschein von slowmo über 150 Euro! Und wer die Umfrage bei Facebook mit seinen Freunden teilt, verdoppelt sogar seine Chancen auf den Gewinn.

Text: Irina Starmanns


3 Kommentare on “„ORGANIC IS NOT A FASHION. IT IS A COMMITMENT.“”

  1. Daniel sagt:

    @Martin:
    Ich finde dass gerade das GOTS-Zertifikat schon recht weit geht, nicht nur das Produkt oder den Rohstoff zertifiziert und auch auf soziale Standards achtet. Man kann vielleicht wie überall Kritikpunkte finden, ich finde es aber nicht gut wenn man einer guten Sache das Gute abspricht nur weil sie einem selbst nicht 100%ig zusagt oder sie einem selbst nicht weit genug geht.

    Wie kommst du darauf dass GOTS kaum etwas über Arbeitsbedingungen sagt?

  2. Martin sagt:

    Schön, dass Ihr über Netwerkfairemode Infos zusammentragt. Ich finde aber, dass Ihr nicht einfach jeden Anbieter, der in seiner Selbstbeschreibung mal was von „Nachhaltigkeit ist uns wichtig“ und angebliche „fairer Produktion“ schreibt verlinken solltet. Sonst besteht die Gefahr, dass es unübersichtlich und beliebiebig wird und damit für Leute, die echte Alternativen suchen uninteressant ist. Vielleicht müsst Ihr Euch mal gaaanz genau damit beschäftigen, was bio-faire Mode ist. GOTS sagt z.B. kaum was über die Arbeitsbedingungen aus. Ethical Fashion (im Englischen besser bezeichnet als „Sweat shop free“) ist nicht gleich Fairtrade, denn im fairen Handel geht es um benachteiligte Kleinproduzenten, die die Arbeitsbedingungen und Mehrerlöse demokratisch aushandeln. Das geht z.B. bei genossenschaftlich organisierten Handwerksbetrieben, deren Produkte z.B. über WFTO-Fairhandelsimporteure zu uns kommen (z.B. Peopletree oder El Puente) oder wenn ein größerer Betrieb im Besitz der Näherinnen ist, wie z.B. bei den Shirts aus der Fairtradezone, die es bei Zündstoff gibt. Ansonsten sind die Kriterien, wie demokratische Mitbestimmung etc. für große privatwirtschaftliche Textilfirmen nicht umseztbar. Und dann gibts da auch noch das Fairtradelogo für Baumwolle. Also: Das Blog ist ne tolle Sache und wird sicher noch viel toller, wenn Ihr Euch inhaltlich reingekniet habt und nicht mehr alles in einen Topf werft.

    • Hallo Martin

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Zu Deiner Frage anbei ein Teil unserer Erklärung zu unseren „Nachhaltigkeitskriterien“ von unserer Webseite:

      Alle Modelabels, die auf http://www.netzwerkfairemode.com präsentiert werden, erfüllen als Aufnahmekriterium in das Netzwerk zumindest eines unserer Kriterien für „faire“ Mode (siehe Tabelle), wobei primär solche Firmen ausgewählt werden, die möglichst viele Kriterien erfüllen. Da aber die Herstellung von Bekleidung viele Schritte umfasst, und bislang nur sehr wenige Unternehmen in der kompletten Produktion sowohl soziale als auch ökologische Kriterien einhalten, präsentiert NETZWERKFAIREMODE auch Modelabels, die im Prozess der Umstellung sind und macht transparent, welche Kriterien in welcher Produktionsstufe bislang erfüllt sind.

      Auf der geplanten Online-Plattform werden wir genau und übersichtlich darstellen, welche Firma in welchem Prozessschritt nach welchen Standards und Zertifikaten arbeitet. Bei den bislang präsentierten Firmen liegt der Fokus auf „lokal“, GOTS und FLO certified cotton.

      Freundliche Grüsse
      Team NETZWERKFAIREMODE


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s